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Wissenswertes über Kopf-Hals-Tumoren

Die Bezeichnung Kopf-Hals-Tumoren ist ein Sammelbegriff für alle Krebserkrankungen, die im Bereich des Kopfes und Halses mit Ausnahme der Augen, des Gehirns, der Ohren und der Speiseröhre auftreten. In der Regel nimmt die Erkrankung ihren Ursprung in den Epithelzellen, die die feuchten Schleimhautoberflächen im Inneren des Kopfes und Halses wie z. B. Mund, Nase und Rachen auskleiden.

Kopf-Hals-Tumoren stellen weltweit die sechsthäufigste Krebsart dar und sind damit zweimal häufiger als Gebärmutterhalskrebs und halb so häufig wie Lungenkrebs. Im Jahr 2012 wurden in Europa 150.000 Patienten neu diagnostiziert, eine Anzahl, die das Olympiastadium in London fast zwei Mal füllen würde.

Trotz des Schweregrades dieser Erkrankung und den steigenden Erkrankungszahlen herrscht in der Gesellschaft ein nur sehr geringes Bewusstsein für Kopf-Hals-Tumore und die Prognose der Patienten ist weiterhin sehr schlecht. 60 Prozent der Patienten mit Kopf-Hals-Krebs befinden sich zum Zeitpunkt der Diagnose bereits im lokal fortgeschrittenen Stadium und 60 Prozent der Patienten mit Diagnosestellung im fortgeschrittenem Krankheitsstadium versterben innerhalb von fünf Jahren. Dagegen liegt die Heilungschance bei 80 bis 90 Prozent, wenn die Erkrankung in einem frühen Stadium diagnostiziert wird.

Was sind die Risikofaktoren?

 

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  • Rauchen: Raucher haben ein höheres Risiko, an Kopf-Hals-Tumoren zu erkranken als Nichtraucher
  • Alkohol: Männer, die mehr als drei Einheiten Alkohol täglich (Frauen mehr als zwei Einheiten) konsumieren, haben ein deutlich erhöhtes Risiko, Kopf-Hals-Tumore zu entwickeln.
  • HPV: Die Häufigkeit von Kopf-Hals-Tumoren steigt mit der Verbreitung bestimmter Sub-Typen des Humanen Papilloma-Virus (HPV).

Verbreitung

Obwohl Männer zwei- bis dreimal häufiger an Kopf-Hals-Tumoren erkranken als Frauen, ist auch bei Frauen die Tendenz steigend. Kopf-Hals-Tumore findet man am häufigsten bei über 40-Jährigen, aber auch bei Jüngeren steigt die Wahrscheinlichkeit, an dieser Krebsform zu erkranken.

Anzeichen & Symptome

Wie erkennt man die Symptome?

Entsprechend der von führenden Experten für Kopf- und Halskrebs aus ganz Europa entwickelten „1 für 3“-Definition sollten Patienten an einen Facharzt für Kopf-Hals-Erkrankungen (HNO, MKG) überwiesen werden, wenn über einen Zeitraum von DREI Wochen EINES der folgenden Symptome besteht.

Wenn Sie EINES dieser Symptome für DREI Wochen an sich beobachten, suchen Sie einen Arzt auf!

 

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Zweite europaweite Aktionswoche zu Kopf-Hals-Tumoren

22.–26. September 2014

Kopf-Hals-Patienten eine Stimme geben